Glossar Neu
Als Romanik bezeichnen die Forscher einen bestimmten Zeitabschnitt innerhalb des Mittelalters. Er beginnt um 960 nach Christus und dauert, je nach Region, bis um 1250 nach Christus. Kennzeichnend für diese Epoche sind in der bildenden Kunst vereinfachte Darstellungen von Lebewesen, die für das heutige Auge teilweise nur schwer zu deuten sind.
Die Retabelmonstranz ist eine besondere Form der Monstranz. Sie ist nach den Aufsätzen auf Altären benannt. Retabel zeichnen sich meist durch eine eigene Architektur aus mit Säulen, Bögen und eingestellten Figuren.
Reliquien sind sterbliche Überreste von Heiligen. Sie gehörten zum kostbarsten Schatz von Kirchen und Klöstern. Ihnen wurde eine besondere Wirkung beim bloßen Anblick oder bei Berührung nachgesagt. Reliquien wurden in extra angefertigten Kästen oder Gefäßen zur Ansicht und Verehrung aufgestellt oder zu besonderen Anlässen getragen. Ab dem Mittelalter entwickelten sich auch Sonderformen dieser Kästen: Ihre äußere Form bezog sich auf die darin enthaltene Reliquie. So gab es beispielsweise Armreliquiare oder Kopfreliquiare. Die Büste des hl. Bonifatius wurde nach diesen alten Vorbildern gestaltet, birgt jedoch keine Reliquie in sich selbst.
Bei der Radiokarbonmethode wird der Zerfall eines bestimmten, radioaktiven Isotops gemessen: des C-14-Kohlenstoffisotops. Dieses Kohlenstoffisotop reichert sich zu Lebzeiten in Pflanzen und Tieren an. Stirbt das Lebewesen, kann kein neues C-14 mehr aufgenommen werden und das Isotop beginnt zu zerfallen. Archäologen nutzen diese Methode beispielsweise, um ihre ausgegrabenen Funde zu datieren. Sie erfordert das richtige Interpretieren der Ergebnisse, da bestimmte Naturereignisse oder die Nutzung von Atombomben einen großen Effekt auf die ausgegebenen Ergebnisse haben.