Altarensemble

Gleich sieben silberne Objekte sehen Sie nun vor sich. Es handelt sich hierbei um ein Altarkreuz und sechs dazu passende Leuchter. Ihre Zusammengehörigkeit zeigt sich bei den reich dekorierten und geschwungen ausgeführten Sockeln, die allesamt auf kleinen Kugelfüßchen stehen. Bei den Leuchtern setzt sich die reiche Dekoration mit kleinen Engelsköpfen und Pflanzenranken am Schaft weiter fort.

Das Altarkreuz hingegen ist fast schon auffallend schlicht gehalten. Dafür ist jedoch die Figur des am Kreuz gestorbenen Christus besonders eindrucksvoll: Der gesamte Körper ist so fein modelliert, dass die einzelnen Haar- und Bartsträhnen, die Fußnägel und die kleinen Äderchen an den Armen zu erkennen sind. Sogar das an den Armen herabrinnende Blut hat der Silberschmied Bartholomäus Kernitz in der kleinen Arbeit verewigt, die noch nicht einmal 30 cm misst. 

Anhand des Wappens auf den Sockeln der silbernen Objekte wissen wir noch heute, wer diese Altarausstattung gestiftet hat: die adlige Äbtissin Hedwig Christina Gertrud von Korff zu Sutthausen. Die schriftlichen Quellen verraten uns auch, dass dies nicht die einzigen Altargeräte waren, die sie der Stiftskirche in Freckenhorst schenkte. Tatsächlich ließ sie im Jahr 1695 fünfzehn Silberobjekte für die Ausstattung des Hochaltars anfertigen. Alle Stücke können Sie noch heute in der Stiftskammer bewundern!

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