Christuskopf

Manchmal erinnern nur noch kleine Überreste an einst große Kunstwerke, so wie bei dem hier gezeigten Kopf aus der Zeit um 1700 bis 1750. Die ausdrucksstarken Gesichtszüge werden umrahmt von dichten, leicht gewellten Haaren. Ebenso sorgsam wurde der Bart angelegt. Das gesamte Aussehen lässt darauf schließen, dass der Kopf ursprünglich Teil einer Christusfigur war.

Die Bearbeitung des Gesichtes zeugt von einem hohen künstlerischen Können: Die feine Modellierung der Augen-, Mund- und Nasenpartie sowie die detaillierte Bart- und Haarstruktur sind von hoher Qualität! Wahrscheinlich stammt der Steinmetz aus der nahen Region, womöglich aus Münster.

Bisher konnte der Christuskopf keinem bekannten Bildhauer der damaligen Zeit zugeordnet werden, wie beispielsweise der Bildhauerfamilie Gröninger. Auch bleibt das restliche Aussehen der gesamten Figur bislang ungeklärt.

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